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Mehrere argentinische Komponisten schrieben Stücke für Raphaella
Smits, darunter Berühmtheiten wie Cardoso und Cherubito. In Belgien
komponierte Janpieter Biesemans für sie sein "Los Niños con
los Sombreros". Und auch Philippe Lemaîgre, Jef Maes und Wim Hendrickx
ließen sich von ihr inspirieren. Was fasziniert die Musikwelt so sehr
an Raphaella Smits? Und wie läßt sich Raphaellas Faszination
durch die Musik erklären?
Spanien
Raphaella
Smits hat eine Schwäche für Spanien. Dort studierte sie bei
José Tomàs, dort entdeckte sie ihre künstlerische Kraft.
1986 gewann sie in Benicasim als erste Frau den berühmten Gitarrenwettbewerb
"Francisco Tarrega". Auch in Granada und Palma de Mallorca nahm sie erfolgreich
an Wettbewerben teil. Gleichzeitig fungierte sie immer häufiger als
Jurymitglied bei Gitarrenwettbewerben. Jorge Cardoso führte Raphaella
in Chile und Argentinien ein. Seitdem unternimmt sie alljährlich
Tourneen durch Südamerika. Die Spanier und die Südamerikaner
haben Raphaella Smits in ihr Herz geschlossen. Wer sie spielen hört,
weiß sofort den Grund.
Kommunikation
Für
Raphaella Smits gibt es keine Grenzen. Die Welt ist ihr Dorf. Ihr Name
tauchte auf Plakaten in ganz Europa, in Nord- und Südamerika auf:
von San Francisco bis Sofia, von Stockholm bis Santiago de Chile. Musik
ist für sie Kommunikation. Etwas, wodurch "alle Menschen Brüder"
werden. Ein Mittel, um Menschen aller Rassen, aller Kulturen, aller Altersgruppen
zu vereinen.
Instrumente
Raphaella
Smits hat auch eine Schwäche für Saiten. Acht sind ihr lieber
als sechs. Vor allem die Bassstimme ist ihr wichtig. Ob sie nun Bach spielt
oder Weiss, klassische oder zeitgenössische Musik - die acht Gitarrensaiten
verleihen ihrem Spiel mehr Volumen, eine große Sinnlichkeit. Darum
ist Raphaella Smits bereits seit zwanzig Jahren eine überzeugte Verfechterin
der achtsaitigen Gitarre. Seit einigen Jahren interessiert sie sich auch
zunehmend für alte Instrumente. Mit dieser Leidenschaft hat Jos Van
Immerseel sie angesteckt, der sich schon vor vielen Jahren mit alten Instrumenten
auf die Suche nach Authentizität, nach dem Wesen der Musik begeben
hat. Auch Raphaella Smits ist mehr und mehr mit alten Instrumenten zu
sehen. Und zu hören.
Kollegen
Raphaella
Smits mag den Kontakt mit Kollegen. Bereits seit zwanzig Jahren begleitet
sie regelmäßig den Tenor Guy De Mey und andere Größen
der Musikwelt wie David Russell, Hubert Käppel, Oscar Ghiglia oder
Ben Verdery, um nur einige zu nennen. Musik ist für sie etwas, was
man miteinander teilen sollte. Mit dem Publikum, mit Kollegen, mit Schülern.
Die Meisterklassen von Raphaella Smits haben Weltruf. In Belgien machte
sie sich auch als Lehrerin am Lemmens-Institut in Löwen einen Namen.
Leben
Raphaella
Smits liebt das Leben. Das spanische, das burgundische. Kochen ist für
sie pure Kreativität. An der Wand ihrer Küche hängt ihre allererste
Gitarre auf einem Ehrenplatz. Eine Gitarre in der Küche? Musik gehört
für sie zum Leben, ist Leben, muß lebendig bleiben. Darum interpretiert
Raphaella auch gerne Stücke zeitgenössischer Komponisten. Das
ist für sie eine durch und durch schöpferische Tätigkeit.
Raphaella
Smits ist ein sprühender Funke. Ihn zu sehen, zu hören, das
ist reine Freude. Sie erleben Musik in ihrer reinsten Form. Ihren wahren
Kern.
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